
Aktuelles
Die ultimative Sportzeitung
scroll down
09/2019 Distinguished Gentlemans Ride - Berlin u Kiel
03/2019 Fortsetzung Ost wird fortgesetzt - Planungen laufen
09/2018 Distinguished Gentlemans Ride - Hamburg
09/2018 Velo Classico - Ludwigslust
12/2017 RAPHA Festive 500 - 500 km von Weihnachten bis Silvester
11/2017 RAPHA Ride Berlin - Zum Mittelpunkt der ehem. DDR
12/2016 Pendlerpedalmaschine - Nicht fix, aber single
07/2016 Verbindungsetappe - Mein neues Pure Bros Rad
01-12/2013 Monats-Blog - Vorbereitung auf die l'Eroica
Einfach nach unten scrollen.
--------------------------------------------------
09/2019 Distinguished Gentlemans Ride Kiel



09/2019 Distinguished Gentlemans Ride Berlin









03/2019 Fortsetzung Ost wird fortgesetzt
Im kommenden Frühsommer geht es wieder weiter nach Osten. Der Start erfolgt in Bialystok. Das Ziel ist die Durchquerung von Belarus (Weißrussland). Das Visum ist beantragt.
Nach aktueller Lage ist es jedoch nicht möglich die Grenze zur Russischen Föderation zu passieren. Das ist nur Weiß-/Russen gestattet. Somit heißt es an der Grenze umzukehren. (Für die weitere Fortsetzung erfolgt der Start dann eben auf der russischen Seite.) - Da ich den Regularien folgend ohnehin zu dem Grenzübergang der Einreise retour muss, bleibt eben mehr Zeit für die Erkundung von Belarus. Und das geht ja am besten auf dem Rad...smile.

Was sich längs des Weges bis Bialystok bisher ereignet hat, findet sich hier...
Ausreißversuch 2017
Fortsetzung Ost 2017
09/2018 Distinguished Gentleman's Ride, Hamburg
Benzin verbrennen für einen guten Zweck. Coole Charity Fahrt durch Hamburg mit 500 (in Worten fünfhundert) Mopeds.
www.gentlemansride.com




09/2018 Velo Classico, Ludwigslust
Klassisches Radeln im Rahmen einer liebevoll organisierten Veranstaltung.
www.veloclassico.de


12/2017 RAPHA Festive 500
Ride 500 km between 24.12. and 31.12.
Following the "tradition" of RAPHA Festive 500 this year the challenge behind the challenge was to ride socially acceptable. Christmas time of course is familly time. Therefore the days from the 24th to 26th of December were off the bike days. And the following days were working days...
The problem solving was simply commuting to work b y bike (52 km each way) and some extra turns. In fact it was a little bit more tricky. I wanted not only ride 500 kilometer, the result should show a Christmas theme.

I think, that I was (more or less) successful in riding a Christmas Star. *Smile* - For that matter the tail was much easier than the star itself. It was not so easy to find roads in the required pattern.
Here you find the main tracks, which I rode (partly) several times to fulfill the 500 kilometers. The synopsis of all registered strava tracks results in the above shown Christmas Star.






At the end I was happy to cycle 501 kilometer in four work days - real long work days...

After finishing the challenge, sunday and New Year's Eve are family days again...smile.
11/2017 RAPHA Ride Berlin
Zum Mittelpunkt der ehemaligen DDR
Fotos Steffen Weigold

Selten kam mir ein Kaffee so wohltuend und vor allem so verdient vor. Ausgeschenkt wurde er am Club Mobil in der Pause beim RAPHA Ride Berlin.
Die Ausschreibung einer 155 Kilometer Runde mitten im November war irgendwie verrückt genug, um mich neugierig zu machen. Der Plan war dann auch schnell gefasst. Ein Berlin Wochenende lohnt sich ja irgendwie immer. Und anläßlich der Eröffnung eines RAPHA Clubhauses, wie sich die Markenläden nennen, dort etwas shoppen zu können, spricht in keinem Fall gegen einen Trip nach Berlin.
Der RAPHA Ride zielt auf erfahrene und fitte Rennradfahrer. In den Teilnehmer-Infos heißt es auch recht deutlich: "Es wird ein langer und sehr harter Tag im Sattel, das Wetter wird ggf nasskalt, wir erwarten Temperaturen um die 5-8 Grad".
Jo, das kann ich bestätigen. Wobei wir großes Glück hatten, dass es komplett trocken blieb. Aber es wurde wirklich sehr ordentlich pedaliert. Die erste Hälfte war mir sogar eigentlich einen Tick zu schnell. Die Teilnehmer waren in jedem Fall nicht nur alle routinierte Radsportler, sondern auch durchweg angenehme Charaktere mit interessanten Biographien. Allen voran ist Jan Schur zu nennen, der sympathische Goldolympionike von 1988 und ehemalige Radprofi. Wann hat man schon mal die Chance neben einem ehemaligen Profi zu radeln? - Smile - Auf eine sehr angenehme und unaufdringliche Art hat er Spannendes aus seiner Zeit als Berufsradfahrer berichtet. Danke Jan! - Das war großes Kino und alles wunderbar kurzweilig. So macht das Radeln besonders viel Spaß.
Die Guides und Helfer haben einen tollen Job gemacht. Die Streckenwahl war exzellent. Ein Höhepunkt war die Fahrt durch den Park von Schloss Sanssouci. Sehr cool! Ansonsten ging es über ruhige und wenig befahrene Wege. Das flotte Peloton machte in manchem Dorf wohl einen starken Eindruck. Manch anerkennder Blick wurde uns zugeworfen.
Die Guides haben uns während der Fahrt bestens betreut und auch gecoacht. So haben sie erfolgreich ihr Peloton zusammengehalten. Vor dem Start und in der Pause, nach rund 82 Kilometern, wurden wir vom RAPHA Mobil versorgt. Und eben auch mit frischem Kaffee...mhhh.
Im Ziel in Bad Belzig gab es dann im Burghotel noch eine heiße Suppe, bevor es mit dem Bus Shuttle retour zum Momsenstadion ging. Ein sehr, sehr cooler Radtag! Mal mit einem ganz anderen Setup, wie man es zum Beispiel von RTF's kennt. Sicherlich etwas exklusiv, aber dennoch eine ehrliche sportliche Sache. Wer mal abseits der Massenveranstaltungen mit einer eher kleinen Gruppe von netten Leuten richtig sportlich radeln und Neues entdecken will, dem seien die RAPHA Rides wärmstens empfohlen.
Vielen Dank an Steffen Weigold und sein Team. Die Fotos der folgenden Fotoshow (auf Impressionen klicken) stammen, bis auf das Erste, von ihm.
Impressionen gibt es hier.
12/2016 Pendlerpedalmaschine
Nicht fix, aber single
Die richtige Anzahl an Fahrrädern, die man besitzen sollte, ist N + 1, wobei N die Anzahl der aktuell im Bestand befindlichen Fahrräder ist. So sagt es zu mindestens die Regel Nr. 12 der Velominati-Bibel des Radsportes.

Single Speed, 44/19 Zähne, 1 1/8" Kette, 32 mm Continental Touring Plus Reifen
Ich bin nun wirklich nicht der Typ, der dogmatisch irgendwelche Regeln befolgt. Aber bei der Beschaffung eines neuen Rades ist es nahezu unausweichlich, von freundlichen Rad-Kollegen mit Fragen konfrontiert zu werden, deren Beantwortung auf eben zwangsläufig auf diese Regel zurückgreift.
Daher habe ich natürlich (wohl überlebte) Antworten parat. Und natürlich handelt es sich bei dem Neuzugang nicht um ein (beliebiges) N+1 Rad. Also bitte! Beliebig schon mal gar nicht!
Mit ingenieurmäßigem Ernst und pastoraler Glaubhaftigkeit erläutere ich, dass genau dieses Rad eine universelle Nische besetzt, wie es keines der N Bestandsräder vermag. Immerhin hakt niemand wegen des scheinbaren Widerspruches von Universalität und Nische nach.


Surly Single Speed Kettenspanner

Exakt gefluchtet
Wie diese Nische aussieht? - Nun, das Rad soll die folgenden Einsatzbereiche und Eigenschaften abdecken:
Zur Arbeit pendeln, Einkaufsfahrten, Wintertraining, Freizeittouren mit Freunden (ohne Rennräder) durch Wald und Flur, einfach mal so ums Eck fahren, Picknicktouren, Fahrten zum Strand... Und das Ganze bitte möglichst wartungsarm. Denn ich mag es nicht, Sand aus Uhrmacherketten, 11-fach Kassetten und Schaltwerken herauszupulen.
Spätestens jetzt dürfte die Universalität der Nische klar werden und sich der scheinbare Widerstand auflösen.
Ob denn dafür so ein edles Gefährt erforderlich sei? - Tönt es als letzter Versuch Zweifel anzubringen. Aber sicher doch! - Gerade für diese Ensätze soll das Rad robust, zuverlässig und genügsam sein. - Und das ist es! Alleine der Stahlrahmen ist über jegliche Zweifel erhaben. Darüber hinaus kann man es durchaus auch mal länger gut laufen lassen. Bei einer 100er Trittfrequenz läuft es mit 29,6 km/h. Aufgrund der ausgewogenen Rahmengeometrie mit sportlichen Genen, geht das auch gut mit vollem Einkaufskorb...smile.

Einkaufskorb

Man kann natürlich auch Fische in den Korb legen
Zuverlässigkeit bedeutet für mich vor allem auch Verschleißfestigkeit. Die erkauft man sich am besten noch immer mit hochwertigen Komponenten. Zum Markt sind es rund 20 km und zur Arbeitsstätte über 50 km. - Pro Richtung.
Bei einer winterlichen Fahrt zum Weihnachts- und Wochenmarkt erregt das Rad nicht wenig Aufsehen. Ein stylisches Rennrad mit Bastkorb scheint jedenfalls eine ausgesprochen kommunikative Komponente zu haben. Selbst Leute ohne besondere Affinität zu Rennrädern, sprechen mich auf das coole Rad an. Natürlich darf ein technisch perfektes Rad auch gerne gut aussehen.

Zum Glück ist Kaffeekultur auch in Norddeutschland angekommen


Italienische Kaffeemaschine auf italienischem Motordreirad

Basil-Bastkorb auf Nitto-Frontträger

Bewährte Carradice Super C Audax Satteltasche auf Carradice-Träger

Für mich ist das Rad die ideale Pendlerpedalmaschine.
--------------------------------------------------
07/2016 Verbindungsetappe – Mein neues Pure Bros
Blauer Himmel, Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Der Wind aus Westen ist wahrnehmbar. Natürlich kommt er von vorn, allerdings ist er nicht besonders stark. Dennoch greife ich den Lenker in der unteren Position. Einerseits ist es schlichtweg effizient und andererseits ist es auch einfach Gegenwind-Gewohnheit.

Im nördlichen Schleswig-Holstein unterwegs
In der Tat fühlt es sich wie gepflegte Gewohnheit an. Die Sitzposition sowie die gesamte Ergonomie passt perfekt. Das ist umso bemerkenswerter, als ich auf einem nagelneuen Rad sitze. Von einer kurzen Testfahrt um den Block abgesehen, ist es eine Premiere. Das Rad wurde vormontiert und schaltungstechnisch absolut sauber justiert geliefert. Nach der Einstellung von Vorbau, Lenker, Lenkkopflager und Sattel ist das Rad komplett einsatzklar.

An der Schlei
Ich radel auf der Nordseite der Schlei und der Blick schwenkt verträumt über das blaue Wasser. Die Schlei liegt im nördlichen Schleswig-Holstein und ist ein rund zweiundvierzig Kilometer langer Meeresarm der Ostsee. Die Landschaft ist eiszeitlichen Ursprungs und entsprechend hügelig. Zum Radeln finde ich das abwechslungsreiche Gelände absolut phantastisch. Über Kappeln kommend ziehe ich mit dem neuen Pure Bros meine Bahn über Schleswig in Richtung Friedrichstadt, dem Holländerstädtchen zwischen Eider und Treene.

Friedrichstadt
Hier bin ich längst in der topfebenen Marschlandschaft unterwegs, von der landläufig behauptet wird, man könne bereits mittwochs sehen, wer freitags zu Besuch kommt.
Auf dem Weg zum verträumten Hafenstädtchen Tönning, von wo aus es die Eider nicht mehr weit zur Nordsee hat, kommt mir der Gedanke „Verbindungsetappe“ in den Sinn. Immerhin bin ich von der Ostsee an die Nordsee gefahren.

Hafen in Tönning
Der Rückweg, mit Rückenwind, führt anfangs durch Dithmarschen und anschließend über den Trainingsberg der hiesigen Radsportler, den stolze 106 m hohen Aschberg. Nach 203 Kilometern bin ich wieder zu Hause und kann mir durchaus ein Urteil über mein neues Pure Bros Rad erlauben.

Bergland in Norddeutschland
Und genau da kommt die „Verbindungsetappe“ ins Spiel. Verbindungsetappen sind im Rallyesport die Strecken zwischen den Wertungsprüfungen. Vor Jahren konnte ich mal die TV-Übertragungen der neuerdings in Südamerika ausgetragenen Dakar Rallye verfolgen. Die Landschaft hat mich sofort total hypnotisiert. Die Verbindungsetappen waren zum Teil enorm lang und stellten trotz der Wertungsfreiheit Fahrer und Maschinen auf eine harte Probe. Aber selbst die hartgesottesten Profi-Motorradpiloten freuten sich auf den über 4.000 m hohen Andenpässen wie die Schneekönige über die Ausblicke und hielten zum Fotografieren an.
Für mich war klar. Da will ich hin! Noch bevor die Fahrer die Schlussetappe fuhren, wohnten zwei neue Straßenkarten bei mir – Und zwar von Argentinien und Chile. So kam eine Geschichte ins Rollen, die zu einer Auszeit auf dem Rad in Südamerika führen wird. Da ich seit über vierzig Jahren im Rennsattel sitze, habe ich sehr konkrete Vorstellungen, wie mein ideales Gefährt dafür beschaffen sein soll. Tja und das habe ich nun!
Eine Radtour von der Ostsee an die Nordsee und retour ist auch eine Art Verbindungsetappe. Zur Zeit der Wikinger stellten Schlei und Treene sowie eine nur sechzehn Kilometer lange Landpassage einen sehr bedeutenden Handelsweg dar. Meine Tour folgte grob diesem Weg. Für mich war die Tour die ideale Art ,Verbindung mit dem neuen Rad aufzunehmen.

Pause im Grünen
Verarbeitung und Lackierung sind exzellent. Bemerkenswert erfreulich beurteile ich das niedrige Gewicht des Rades. 10,8 Kilogramm ohne Pedale finde ich für ein Rad dieses Konzeptes absolut hervorragend. Dies inkludiert neben Sattel und Lenker - Schutzbleche, 28mm Reifen Continental Grand Prix 4 Season, Ultegra 3 x 10 Ausstattung, DT Swiss 240 Naben, DT Swiss TK540 Felgen 32 Loch, Avid BB7 Road Bremsen.

Pure Bros Rad mit individueller Lackierung und Outfit


Ansichten
Die Rahmengeometrie erlaubt mir die gleiche ergonomische Position wie auf meinem Rennrad, während sie gleichzeitig die Nervosität des Fahrverhaltens mäßigt. Sie ist eine äußerst gelungene Kombination zwischen Gepäcktauglichkeit und ausreichend sportlichem Verhalten ohne Gepäck. (Die Strecke von Geraardsbergen nach Istanbul, welche ich im Rahmen des Transcontinental Race 2015 bewältigte, habe ich beispielsweise auf einem wunschgemäß extrem sportlich ausgelegten Randonneur –Rad zurückgelegt, welches allerdings für Gepäckfahrten deutlich zu nervös wäre.)
Ich würde zu keinem Zeitpunkt zögern, das Pure Bros auch für Brevets oder andere sportliche Langstrecken einzusetzen. Und genau das wird auch geschehen. Doch zunächst geht es mit Zelt und Schlafsack vom nördlichen Schleswig-Holstein ins Baltikum nach Tallin.
Im Englischen heißt ‚Verbindungsetappe ‚übrigens ‚liaison section‘ . Und ich muss zugeben, dass es mit dem neuen Rad wahrlich etwas von Liaison hat…
--------------------------------------------------
2013 Monats-Blog (Vorbereitung auf die L'Eroica 2013)
Anmerkung : Der Blog-Versuch ist im Ergebnis ein ausschließlich pojektbezogener Versuch und wird nicht als Dauer-Blog fortgesetzt. (Aber es ist nicht auszuschließen, dass es vielleicht mal wieder ein Blog gibt, sollte ein entsprechendes Projekt am Horizont auftauchen...smile.)
Oktober 2013

Gleich zu Anfang des Oktobers geht es ab in die Toskana. Die L'Eroica, das langersehnte Ziel, ist nun zum Greifen nah. Wie sich die betagte Gazelle (und der Fahrer) dort geschlagen hat, ist hier zu lesen.
September 2013
1.342 km Straße + 0.0 std Rolle /ab Okt. 2012 10.686 km + 22.5 std
Das Wetter wird allmählich herbstlich, aber richtige Radfahrer sind ja nicht aus Zucker. Ein norddeutsches Trainingslager soll Härte und Kraft für die toskanischen Hügel und Berge geben. Per Starrgang und leichtem Gepäck geht es für ein paar Tage über eine Strecke von 556 km in Richtung Elbmündung und retour. Wie schön es doch hier im Norden ist. Eine sehr schöne kleine Radreise, die unbedingt Lust auf mehr radreisen macht.
Nordisch zeigt sich auch das Wetter im September. Reichlich Regen sorgen für reichlich Starrgangkilometer mit dem Winterrad. Schutzbleche und wartungsfreundliche Technik machen das Radlerleben etwas erträglicher.
Starrgang-Reiserad, Cuxtown an der Elbe

Beschauliche Landschaften und Orte, Tönning an der Eider

Norddeutsches Musikkultur-Zentrum, Wacken

Kugelbake und Schachteldampfer, Elbmündung bei Cuxhaven

Die Norddeutschen sind einfach entspannter. Frühstückszeiten in Cuxhaven.

Grachten in Friedrichsstadt

Irgendwie ist die norddeutsche Trainingstour auch ein Selbstversuch. Kann man mit einem Starrgangrad auf Tour gehen ? Ob "man" kann weiß ich nicht, ich kann aber...smile. Fairer Weise sei gesagt, dass es im Flachland eine interessante Option ist (Wind und Geestrücken geben intensive Trainingsanreize), während es in stärker bewegtem Gelände wohl weder spaßig, noch sinnvoll sein dürfte.
August 2013
1.126 km Straße + 0.0 std Rolle /ab Okt. 2012 9.344 km + 22.5 std
Der Monatsbeginn ist verheißungsvoll und der Kaltenkirchener 220 km Marathon wird mit angenehmer Leichtigkeit, interessanten Gesprächen und vor allem in sehr netter Begleitung weggerollt.
Dann wird die Sonne von fiesen Regen- und Gewitterwolken verdeckt und die Arbeit frißt viel zu viel Zeit. Aber der Trainingsumfang ist dank ausgeklügeltem Zeitmanagement noch ausreichend. Der August soll eh der Regenartion dienen, bevor im September noch einmal richtig Gas gegeben wird.
Da kommen zwei Nachrichten aus Italien gerade richtig. Die erste Nachricht : The secret is out. Felicce Gimondi (Gewinner Tour 1965, Giro 1967,'69,'76, Weltmeister 1973) ist der Stargast bei der diesjährigen L'Eroica.

Hier an der Seite von Eddy Merckx
Und die zweite Nachricht lautet:
Buona Serra Tutti
I think its time you saw how the event really looks like over the weekend...i have seen many home and promotional video's of the event however the link below shows a short film .....its a beautiful and charming video with wonderful characters, classic bikes, wise words from Giancarlo Brocci the patron of the course and of course the beautiful Toscana!!!
This video will definitely fire you up!!!
ciao
Marco
Zum Glück lockt der August auch mal mit einen schön verregneten Sonntag, ja richtig gelesen. Er lockt nämlich an die Werkbank um die L'Eroica Rennmaschine zu komplettieren. Schließlich sollen auch vorab einige Kilometer damit zurückgelegt werden, damit Gewissheit herrscht, dass die Technik für das toskanische Rennen zuverlässig ist.
Juli 2013
1.952 km Straße + 0.0 std Rolle /ab Okt. 2012 8.218 km + 22.5 std
Sonne, Sommer und lange Abende, genau was des Radlers Herz begehrt. Die Räder surren und die Speichen glitzern in der Sonne (jedenfalls meine Edelstahlspeichen - nix Carbon...grins). Mittlerweile stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob die Form bis zur L'Eroica ausreichend ist, sondern wie sich die erlangte Form am besten bis zur L'Eroica strecken läßt.
Nach einem Rennradurlaub in der Lombardei und in Venetien stand auf dem Rückweg noch das Stilfser Joch auf dem Programm. Ein richtiger Brocken und vor allem ein herrlicher Klassiker...





Juni 2013
1.498 km Straße + 0.0 std Rolle /ab Okt. 2012 6.266 km + 22.5 std
24 Stunden von Nortorf
Ein echter Formtest der gnadenlos Klarheit schafft wo man steht. Ein Rad, ein Fahrer, ein 28 km Rundkurs und 24 Stunden Zeit. Mit am Start 127 männliche und knapp 20 weibliche Einzelfahrer sowie etliche Zweierteams.
Der 22.06. ist kühl und durch Starkwind geprägt. In der Nacht zum 23.06. kommt noch Regen, Starkregen und wahre Güsse hinzu.
Mein persönliches Ziel sind 18 Runden, um zu sehen, ob ich noch in der Lage bin die magische 500er Marke zu knacken.
Nach 22:54:11 Stunden habe ich die Klarheit. - Ja es geht noch. Und vor allem schaffe ich es auch noch meine Gleichmäßigkeit von früher zu realisieren. Nach 504 Kilometern (18 Runden) lande ich im Klassement sogar auf Platz 27. Und zwar mit mit meinem 11.5 Kg "Eisenschwein", wie ich mein Schlechtwetterrad aus der zweiten Hälfte der Achtziger liebevoll nenne.

Analoger Rundenzähler - Edding auf Tape
Nortorf Marathon 220 km
Nette Runde mit noch netterer Begleitung...





Mai 2013
1.402 km Straße + 0.0 std Rolle /ab Okt. 2012 4.768 km + 22.5 std

Super Plus - für Rennradler
Der Mai entwickelt sich in jeder Hinsicht zum Wonnemonat. Das Wetter ist trocken (jedenfalls hier im Norden) und es rollt wieder richtig gut. Ausdauer, Kraft, Technik und Frequenz erreichen ein Niveau, auf welchem das Rennradeln wieder richtig Spaß macht. All das scheint eine solide Basis für die L'Eroica zu sein. Den ersten richtigen "Leistungstest" wird es Anfang Juni mit dem Nortorfer Radmarathon über 220 km geben. ..smile.

Trainingsrunde an der Schlei.
Nicht so warm wie am Lago di Como,
aber auch längst nicht so frequentiert...smile.
April 2013
1.006 km Straße + 0.0 std Rolle /ab Okt. 2012 3.366 km + 22.5 std
Hurra es herrscht wieder Sommerzeit - also zumindestens auf der Uhr. Auch wenn es noch kühl ist, es bleibt ein großer Gewinn für berufstätige Freizeitsportler. Bereits Anfang April steht die Sonne um 19:00 noch eine gute Handbreit über dem Horizont.
Der April bleibt zwar kühl, aber zum Glück auch trocken. Somit sind gute Voraussetzungen für das Radtraining gegeben und die tausend Kilometer Monatsmarke wird überschritten...smile.


März 2013
542 km Straße + 0.0 std Rolle /ab Okt. 2012 2.360 km + 22.5 std
Für den März nehme ich mir mindestens 600 Trainingskilometer vor. Bei dieser Planung orientiere ich mich an dem milden und trockenen März des Vorjahres. Dies entpuppt sich jedoch als ein sehr optimistischer, ein zu optimistischer Ansatz.
Der März des Jahres 2013 zeichnet in Schleswig-Holstein durch Schnee, Schnee, Schnee und starken, kalten Ostwind aus. Mühsam ringe ich dem harten Wind immerhin 542 Kilometer ab. Letztendlich bin ich selber erstaunt, dass die Bilanz trotz der schwierigen Umständen dennoch sehr zufriedenstellend ausfällt.
Zwei Tage nach Frühlingsanfang sieht es am 22.03.2013 im nördlichen Schleswig-Holstein wie folgt aus...

Zwei Tage nach Frühlingsbeginn in Schleswig-Holstein, 22. März 2013
Ostern ist dann endlich im wahrsten Sinne des Wortes ein Lichtblick. Zwar friert und schneit es nachts noch, aber die Sonne sorgt tagsüber für Tauwetter, trockene Straßen und gute Laune. Was will man mehr. Zudem machen sich nun die über 2.300 Winter-Trainingskilomter bemerkbar und es fängt an richtig gut zu laufen...smile.

Ostern, 31. März 2013
Februar 2013
390 km Straße + 0.0 std Rolle /ab Okt. 2012 1.818 km + 22.5 std
Die moderne Thermobekleidung erobert sich trotz aller Liebe zum Klassischen das Herz des Fahrers. Stahlrahmen sind toll zu fahren aber bei Temperaturen von höchstens plus zwei Grad ist es ein echter Gewinn, nicht in der Strickwarenqualität von früher trainieren zu müssen.
Die blaue Starrgang-Gazelle überschreitet in ihrem neuen Dasein die 1.000 km Marke. Ein mehrtägiger Infekt und etwas zu viel Arbeit mindert die Fahrleistung etwas. Bei dem zwar kalten aber trockenen Wetter wären gut 150 km mehr drin gewesen, aber dennoch bin ich ganz zufrieden.
Unterwegs einen Platten bei Minustemperaturen zu klarieren, ist nichts was man sich regelmäßig wünscht. Den ersten Platten steckt man dank Reserveschlauch ja noch locker weg. Aber spätestens bei der Weiterfahrt denkt man darüber nach, ab welcher Temperatur der Kleber für eventuell noch notwendige Flicken wohl in der Tube gefriert...l
Januar 2013
400 km Straße + 0.0 std Rolle /ab Okt. 2012 1.428 km + 22.5 std
Das milde aber wilde Wetter sorgt Anfang Januar dafür, dass sich selbst auf den Straßenpfützen Wellenmuster bilden. Aber lieber ein paar Regenfahrten akzeptieren, als Gefahr zu laufen wieder fast einen Monat lang nur auf dem Rollentrainer zu sitzen. Immerhin ein kleiner Trost : Der Regen ist mit 9 °C vergleichsweise warm.
Hart ist das Leben an der Küste. In der zweiten Januarwoche sinken die Tagestemperaturen wieder knapp unter den Gefrierpunkt. Da die Asphaltoberflächen tagsüber noch feucht sind, wachsen durch das Spritzwasser allmählich die Schutzbleche zu und an den Streben bilden sich Eisfahnen.


Eisgang
In der Kalenderwoche 3 und 4 ist an Radfahren nicht zu denken. Schnee, Starkwind und Kälte lassen sogar das Rollentraining im Zweiradschuppen zu ungemütlich erscheinen. Im Anschluss wird das Training bei minus Grad fortgesetzt. Zum Glück sind wenigstens die Straßen schneefrei.

Wintersport
Trotz zweier Wochen in denen ich vor Kälte, Sturm und Schnee sogar meinen Sportschuppen mit dem Rollentrainer gemieden habe, sind vierhundert Straßenkilometer zusammengekommen und ich bin damit durchaus zufrieden.
Dezember 2012
307 km Straße + 9.0 std Rolle /ab Okt. 2012 1.028 km + 22.5 std
Hurra ! - Die Trainings-GAZELLE fährt nun nicht nur, nein sie bremst auch. Das Kompatibilitätsmalheur mit den Bremsen ist beseitigt. Das "Winter"trainingsrad ist einsatzklar. Allerdings scheint der Wettergott dabei die Sache mit dem Winter deutlich überzubewerten.
Anfang Dezember stellen fünf Zentimeter Schnee und minus acht Grad Celsius nicht gerade ideale Radtrainingsbedingungen dar. Das ist so kalt, dass selbst auf dem Rollentrainer im Schuppen Mütze, Handschuhe und Winterschuhe überlebensnotwendig sind...
Das Einzige was sich in der ersten Dezemberhälfte verändert, ist die Schneehöhe. Und das ist ja wohl zum Mäusemelken. Endlich ist die Wintermaschine fertig, sind die Straßen vor lauter Schnee nicht befahrbar. Da helfen auch 28er Reifen nicht mehr. Es scheint an der Zeit zu sein, über alternative Konzepte nachzudenken. Das Vorangleiten wäre mit dem Ski gesichert, aber an dem Antriebskonzept denke ich noch herum...smile.


Nicht unbedingt Radfahrwetter...

Endlich ist es soweit. Der Wettergott hat doch noch ein Erbarmen. In der letzten Dezemberwoche gibt er die Straßen wieder zum Training frei.
Die Trainings-GAZELLE schnurrt hervorragend. Die Beine müssen sich allerdings bei 6-7 Beaufort aus Südwest ganz schön ins Zeug legen. Insgesamt läuft es aber gut und ich bin mit der Form zufrieden.
Mit 1.028 Trainingskilometern auf der Straße ist das erste "heimliche" Ziel (1.000 Kilometer von Okt. bis Dez.) als Grundstein für die L'Eroica-Teilnahme erreicht...smile.
November 2012
451 km Straße + 8.5 std Rolle /ab Okt. 2012 721 km + 13.5 std
Die Temperaturen sind relativ mild und das macht das Training auf der Straße deutlich angenehmer. Mit der Trainingsleistung bin ich vollends zufrieden. Weniger zufriedenstellend sind die noch immer durch landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge verdreckten Straßen. Trotz der SKS Race-Blades am alten Rennrad sieht man nach dem Training manchmal etwas wie ein Cross-Fahrer aus. Fairerweise ist anzumerken, dass die (halben) Race-Blades für Rennräder gedacht sind, an denen wegen der engen Maßen an Gabel und Hinterbau keine Vollschutzbleche montiert werden können. Offenbar gilt die simple Formel : Halbes Blech = Halber Schutz.

Danke für den Hinweis


So sieht ein Rennrad mit Race-Blades nach einer Trainingsrunde im novemberlichen
Schleswig-Holstein aus.
Es wird eben Zeit für die Fertigstellung des Starrgangrades mit Vollschutzblechen...
Oktober 2012
270 km Straße + 5.0 std Rolle /ab Okt. 2012 270 km + 5.0 std
Während ich Ende September 2012 zum ersten Mal von der L'Eroica lese, wird mir noch vor dem Ende des ersten Absatzes klar, da will ich hin und vor allem, da will ich mitfahren.
Sofort entsteht im Kopf ein grober Trainingsplan, um auf dem Rad wieder richtig fit zu werden. Der Zeitplan ist entspannt, denn die L'Eroica startet immer Anfang Oktober. Ich habe also genau ein Jahr Zeit für die Vorbereitung. Somit drängt sich der 01. Oktober als Startschuß für die neue Herausforderung auf.
Die Voraussetzungen sind dabei gar nicht so schlecht. Aufgrund anderer sportlicher Schwerpunkte führte das Radfahren zwar einige Jahre ein Schattendasein, aber vor der Lektüre mit der initialisierenden Wirkung, habe ich immerhin rund 1.300 km locker auf einem Starrgangrad trainiert. Der jeweilige Umfang der Fahrten war zwar eher gering, aber dafür war die Häufigkeit nicht so schlecht. Der folgende systematische Aufbau hat somit eine akzeptable Basis. Angesichts von zwei Wochen Schonzeit wegen einer Grippe, geht die Trainingsleistung zum Einstieg in Ordnung.
Nebenbei präpariere ich das Velo für den L'Eroica Start. Viel wichtiger erscheint mir die Möglichkeit, mit wenig Aufwand ein Starrgangrad zusammenstellen zu können. Ein sportliches Rad mit Eignung für schmale Vollschutzbleche wäre einfach ideal für das Wintertraining. (Das Wilier Pista Rad hat eine Bahngeometrie und da geht gar nix mit Schutzblechen...)
Ein gutes L'Eroica Training ist dann im Oktober sicherlich auch der erste Plattfuß. Vor einem Durchschläger (versteckter Stein) schützen offenbar auch die modernen Pannenschutzeinlagen der Reifen nicht wirklich. Natürlich ereignet sich der Platten zum Einbruch der Dämmerung und natürlich ist der uralte Reserveschlauch aus der Satteltasche porös. Mit klammen, dreckigen Fingern am Straßenrand im Dunklen nen Reifen zu flicken, versetzt mich zeitmaschinengleich in die alte Ära. Irgendwie auch schön zu merken, dass sich manche Dinge eben nie ändern...smile.
Jedenfalls hat der Plattfuß eine mahnende Wirkung auf mich. Die Frage bei der L'Eroica ist wohl nicht "ob", sondern "wie viele" Plattfüße zu bewältigen sind.
Viel wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass ich auf einer bekannten online Plattform ein original Gazelle Wolltrikot von "damals" ersteigern kann. Das ist eine echte Rarität. Es läuft also allmählich alles an. - Keep on rolling !

ebay sei Dank...smile
Anfang Oktober 2012
L'Eroica
(Die Fotos stammen von der L'Eroica-Homepage - Aber nur so lange, bis ich eigene Fotos habe...smile)

Bei einer Recherche bin ich auf ein Rennen gestoßen, dass mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Und seitdem auch nicht wieder losläßt...
Die L'Eroica wird seit 1997 jährlich in der herbstlichen Toskana ausgefahren. Es ist ein Rennen für klassische und historische Rennräder wahlweise über 38/75/135 oder 205 km. Zugelassen sind Rennräder bis Baujahr 1987. Mit Ausnahme von Rahmen der Alu-Pioniere ALAN und VITUS, müssen die Rahmen aus Stahl gefertigt sein. Auch für die Komponenten gibt es Reglementierungen. Neben dem Rennen gibt es Festivitäten und einen begehrten Teilemarkt.
Durch das zunehmende Interesse an klassischen (Stahlrohr-) Rennrädern, konnten die Veranstalter 2008 bereits 3.000 Teilnehmer auf die Strecke schicken, wobei nur 800 der begehrten Startplätze an Nicht-Italiener vergeben werden. Die L'Eroica ist das berühmteste jener Retro-Rennen, bei denen Hobbyradler in alte Wolltrikots schlüpfen und die heroische Ära diesses Sportes hochleben lassen.

Heroisch geht es auch heute noch zu, denn die Topografie und Beschaffenheit der Strecke haben es in sich. Die Route führt quer durch die Berge von Siena und rund die Hälfte der Strecke ist auf den strada bianche zu absolvieren. Das sind die für die Toscana typischen weißen Schotterstraßen, die das Vorankommen erheblich erschweren. Die 18mm Dackelschneider kann man also getrost zu Hause lassen.

Profis wie Fabian Cancellara sehen bereits nach knapp fünf Stunden die Ziellinie. Als Hobbyradler sollte man wohl etwas großzügiger kalkulieren. Eric von Munz hat sich sogar mit einem Starrgang-Rad auf die große Runde gewagt und schmerzhafte Erfahrungen gesammelt "... wenn man mit einem Fixie zur L'Eroica kommt, dann lieber mit einer Übersetzung von 42/18..."
Meine eigenen L'Eroica Pläne lassen sich hier verfolgen.
Anbei der Link zum Veranstalter www.eroicafan.it