Ducati Scrambler
Altersvorsorge
Wenn man(n) ein Motorrad braucht, was man(n) eigentlich nicht braucht, dann dieses. Und im Grunde ist es ja auch eher eine Altersvorsorge. Leicht und wendig wie ein Fahrrad, kann man dieses Motorrad (hoffentlich) auch noch mit Achtzig fahren. Dann ist es in jedem Fall eine echte Alternative zum E-Bike...haha.
Und bis dahin kann man ordentlich am Draht ziehen. Es ist ein relativ modernes Motorrad mit einer kräftigen Portion Retro Charme. Das Design lässt natürlich die 70er Jahre Original Ducati Scrambler wiedererkennen. Aber meiner Generation weckt der Anblick auch Erinne-rungen an die gute alte Yamaha SR500. Jedenfalls werde ich aus dieser Richtung unglaub-lich oft angesprochen.
Die Interessierten bekommen dann glänzende Augen, wenn sie zu hören bekommen, das die Ducati Scrambler mehr als doppelt so viel Leistung wie eine SR bereitstellt. Obwohl sie größtenteils gar nicht mehr Motorrad fahren, werde ich schon mal schüchtern gefragt, ob sie sich einfach mal auf die Scrambler setzen dürfen. Dürfen sie...smile.
Speichenräder, Alu-Schutzbleche, flacher Lenker und die Farbgebung betonen natürlich die wunderschöne Retro Erscheinung. Selbst eingefleischte Triumph Fahrer strolchten während der The Great Mile Rally in UK jeden Abend um die Scrambler herum. Schließlich bekamen sie tagsüber die 25 mehr PS (bei geringerem Gewicht) und das deutlich bessere Fahrwerk im Vergleich zu ihren Bonnevilles zu spüren...smile.
Die Scrambler ist wahrhaft eines der schönsten und Spaß bereitenden Mopeds, die man haben kann, ohne sie vielleicht brauchen zu müssen. Aber wenn ich mich auf eine einzige Maschine beschränken müsste, wäre die Scrambler das klare Ergebnis der Wahl.
Wer sich der Scrambler theoretisch nähern möchte, dem sei der Fahrbericht von Klaus Herder im Kradblatt 05/2015 ans Herz gelegt. Sehr, sehr gut geschrieben! - Ferner gibt es ein äußerst aussagekräftiges Filmchen mit Zonko von 1000PS.
Wer sich der Scrambler praktisch nähern möchte und eine Probefahrt unternimmt, ist quasi verloren, denn widerstehen kann er dann garantiert nicht mehr.
Aufgrund der klassichen Aufmachung und möglicherweise wegen der Tatsache, dass es eben ein italienisches Motorrad ist, konnte ich mich erfolgreich für Milano-Taranto 2020 bewerben und einen der wirklich raren 30 Startplätzen für zeitgenössische Motorräder erhalten. Be-dingt durch durch die Corona Pandemie wird das aber nun vor 2021 nichts.
Video 2019 01

The Great Mile, Malle Rally 2019, UK
(Moped fährt links eben so gut...)
Technik Log
280 km 03/2019
Übernahme der Vorführmaschine. Ich glaube, 140 von den 280 km auf dem Zähler bin ich selber Probe gefahren....grins.
1.030 km 04/2019
1.000er Inspektion laut Wartungsplan Ducati.
4.500 km 06/2019 Kette spannen
9.500 km 07/2019
Reifensatz neu. Pirelli MT 60 RS
11.800 km 09/2019
12.000er Inspektion laut Wartungsplan Ducati.
15.500 km 03/2020 Kette spannen
Zwischenbilanz
Nach rund 17.000 km, 04/2020. Technisch unauffällig. Absolute Altags-, Allwetter- und Spaßtauglichkeit. Maschine wird mit Scottoiler betrieben.
Kette spannen alle 4.000 bis 5.000 km. Erster Satz Pirellis hat 9.500 km gehalten. Die inkludieren jedoch insgesamt 5.000 km The Great Mile, Malle Rally 2019 in Großbritannien. Fahrweise und Straßenrauigkeit bedingt war der Verschleiß sicherlich höher als im Alltags-einssatz (smile). Mal schauen, wie weit der aktuelle zweite Satz Pirellis reicht. Die Pirellis haben eine unglaubliche gute Performance, dürften aber gerne länger halten. Möglicherweise wechsel ich mal auf die passenden Bridgestone Pneus - Battlax Adventure-cross AX41S.
17.900 km 06/2020
Kettenkit neu. Reifensatz neu - Bridgestone Battlax Adventurecross Scrambler AX41S
19.700 km - Erste Eindrücke Bridgestone Reifen
Die Haftung ist sowohl bei trockener, als auch bei nasser Fahrbahn top. Diesbezüglich bereiten die Reifen ebenso viel Fahrspaß wie die Pirellis. Der Bridgestone Vorderreifen läuft aber deutlich rauer und beeinflusst das Handling etwas negativ. Ich habe mich aber mittlerweile daran gewöhnt. Der Bridgestone Hinterreifen weist in der Mitte eine härtere Gummimischung auf. - Sollte die Laufleistung deutlich länger sein, als bei den Pirellis, würde ich wieder auf die Bridgestones zurückgreifen. Aber auch wirklich nur in diesem Fall.