
Starrgangräder
...mehr als eine fixe Idee
Eine kleine Velosophie
Radfahren ist eine Frage des Stils
oder vom Dreifach-Kettenblatt zum starren Gang
Die Velozipeden
Nachdem das Laufrad von Herrn Drais 1817 für Aufregung gesorgt hat, war die Weiterentwicklung dieses merkwürdigen Gerätes durchaus von der Fragestellung getrieben, wie so ein Fortbewegungsgerät schneller voran getrieben werden kann.
Die ersten pedalbetriebenen Zweiräder waren gewissermaßen Starrgang-Räder, denn die Pedale waren unmittelbar mit der Achse des Vorderrades verbunden. Im Streben nach Geschwindigkeit stellte der Raddurchmesser die einzige konstruktive Variable dar, um pro Pedaltritt (Kurbelum-drehung) eine längere Strecken zurückzulegen. Diese Hochräder hatten sich bald als Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge etabliert. Allerdings wiesen diese Zweiräder auch deutliche Nachteile auf. Es waren instabile und schwer zu manövrierende Maschinen und letztendlich blieb die erreichbare Geschwindigkeit begrenzt. Da die Entfernung vom Sattel bis zum untersten Punkt der Pedalumdrehung in der Regel höchstens der Innenbeinlänge des Radfahrers betrug, waren der Radgröße enge Grenzen gesetzt. Hebelumlenkungen zur Lösung des Problems setzten sich nicht durch.
Immerhin gelang es dem Briten James Moore, ein Superstar der jungen Radsportszene, 1873 in Wolverhampton auf einem Ariel mit 49 Zoll ( …m) Raddurchmesser den ersten inoffiziellen Stundenweltrekord von 14,88 Meilen ( …km) aufzustellen.
Die technische Entwicklung
Erst die Erfindung der Fahrradkette brachte einen durchschlagenden Erfolg. Ebenfalls 1873 meldete H.J. Lawson aus Sussex das erste über eine Kette angetrieben Fahrrad als Patent an. Mit einer Reifengröße von 23 Zoll galt die Maschine aufgrund des sehr viel besseren Handlings als „Safety Bicycle“. Ein weiterer großartiger Vorteil lag in der Möglichkeit durch entsprechende Kombination von Kettenrad- und Ritzelgröße Übersetzungen zu ermöglichen, mit der pro Kurbelumdrehung mehr als eine Umdrehung des nun hinteren Antriebsrades zu erzeugen. Um pro Kurbelumdrehung dieselbe Strecke zurückzulegen wie ein Sicherheitsrad mit 27 Zoll und einer Übersetzung von 48x16 , hätte ein Hochrad einen Raddurchmesser von 2.05 m aufweisen müssen.
Der Freilauf wurde erst ein Jahrzehnt später erfunden und Mitte der 1880er Jahre führte die Entwicklung zu der bis heute gültigen Grundform von Fahrrädern.
Straßenrennsport
1903 startete die erste Tour de France. Die Auftaktetappe ging von Paris nach Lyon über 467 km. Von dort brachen die Fahrer um 02:30 auf, um 374 km später Marseille zu erreichen. Maurice Garin, der erste Tour de France Sieger erreichte nach 94:33 Stunden bei Kilometer 2.428 den Zielstrich.
Zu der Zeit gab es bereits einfache Schaltwerke, aber die Fahrer vertrauten lieber den zuverlässigen Starrgangrädern. Die Hinterradnaben waren beidseitig mit Gewinden und Ritzeln versehen. Durch Drehen des Hinterrades stand somit wenigstens eine Flachland- und eine Bergübersetzung zur Verfügung. (65 und 48 Zoll). Erst 1907 erlaubte der Tour-Gründer Desgrange widerwillig den Einsatz eines Freilaufes, schimpfte aber in seiner legendären Tirade :“Ich glaube immer noch, dass variable Gänge etwas für Menschen über 45 sind. Ist es nicht besser, mit der Kraft der eigenen Muskeln zu triumphieren, als mit der künstlichen Kraft einer Kettenschaltung ?... “ Erst 1937 zeigte Desgrange Nachsicht und erlaubte den Einsatz von Kettenschaltungen.

1927 während des Anstiegs zum Croce d‘Aune bereitete der Hinterradausbau dem Rennfahrer Tullio Campagnolo große Schwierigkeiten. Zwei Jahre später ließ er sich den von ihm erfundenen Schnellspanner patentieren. 1933 gründete er in Vicenza die Firma Campagnolo, um „Produkte von Rennfahrern für Rennfahrer“ herzustellen. Die von Tullio entwickelte Parallelogramm-Gelenkschaltung brachte den großen Durchbruch für Campagnolo.
Wahrend damit das bis heute gültige Grundprinzip der Kettenschaltung erfunden war, wurde der sogenannte Überwerfer zum Wechsel der Kette zwischen den vorderen Kettenblättern bis in die 1960er Jahre von Hand bedient.
Die persönliche Entwicklung
Die persönliche Geschichte verlief interessanter Weise genau anders herum.
Anfang der 1980er Jahre wurde der Reiseradius kontinuierlich größer und die Touren ausgedehnter. Für diverse Alpenüberquerungen mit Campinggepäck bekam das Tourenrennrad ein Dreifach-Kettenblatt montiert. Zusammen mit den üblichen Fünffach-Ritzeln ergab sich ein ausreichendes Übersetzungsspektrum.
Was heute als Selbstverständlichkeit gilt, konnte zu der Zeit schon fast als exotisch bezeichnet werden. Dementsprechend gab es auch nur wenige Anbieter für Dreifach-Kettenradgarnituren. Da Campagnolo für mich unbezahlbar war, bin ich auf Specialite TA ausgewichen. Das französische Familienunternehmen produziert seit 1947 nunmehr in dritter Generation hochwertige Fahrradzubehörteile (www.specialites-ta.com) und noch immer sind passende Austausch-Kettenräder für mein Reiserad erhältlich.

Specialites-TA 3fach-Garnitur
Die erforderliche Kondition, um in den sechs Wochen Schulferien auf eigener Achse vom Ruhrgebiet bis ans Mittelmeer oder gar bis zur albanischen Grenze und wieder retour zu gelangen, fiel natürlich nicht vom Himmel, sondern musste hart erarbeitet werden. Um bereits im Frühjahr fit zu sein, wurde eine entsprechende Vorbereitung im Winter erforderlich.
Eine spezielle Methode des Wintertrainings war zu der Zeit unter Radsportlern längst nicht mehr so verbreitet wie in früheren Tagen. Aber nach wie vor ist sie äußerst effektiv, das Fahren mit starrer Nabe (auch „starrer Gang“ genannt).
Durch den fehlenden Freilauf sind die Pedalen in ständiger Rotation. Trainingsmethodisch führt dies zu einer hohen Trittfrequenz und einer besseren Kontrollierbarkeit des gleichmäßigen Vortriebs. Auf diese Weise trainierte ich in der Regel im Winter bis zu dreitausend Kilometer bevor überhaupt der Umstieg auf das Rennrad (mit Schaltung) erfolgte.
Als Ergebnis entwickelte sich der sogenannte „runde Tritt“, mit dem die komplexen Bewegungsabläufe des eigentlichen Pedalierens mit Schweizer Uhrwerkspräzision absolviert werden können.
Nicht vergessen werden darf die Tatsache, dass neben der hohen Trittfrequenz unter normalen Flachlandbedingungen, die Bewältigung von Steigungen und Wind (ohne Gangschaltung) auch die physische und mentale Kraft erheblich stärkt.
Mit einer starren Nabe fällt die Technik eines Rennrades vergleichsweise simpel aus. Dadurch vereinfacht sich der Wartungsaufwand erheblich, was vor allem bei einem Schlechtwetter-(Winter-)Rad ein angenehmer Nebeneffekt ist.
Bis in die 1980er Jahre konnten Straßenrennräder in der Regel ohne viel Aufwand zu Starrgang-Rädern umgerüstet werden. Die Ausfallenden waren lang genug, um die Kettenspannung ausreichend justieren zu können und vor allem bestand die Möglichkeit der Verwendung der Standard Hinterradnaben. Die Naben dieser Zeit wiesen noch entsprechende Gewinde für die Zahnkränze auf und der Freilauf war im Zahnkranz integriert. Nach der Demontage eines Schraubzahnkranzes benötigte man lediglich ein paar Distanzscheiben zum Fluchten des Kettenlaufes, ein starres Schraubritzel (Kettenmaß 1/32“ Straße) und einen schraubbaren Sicherungsring. Nach dem Anpassen der Kettenlänge war der Starrgang-Renner fertig.

Straßenrad 3/32 " Kette
mit 42 mm Kettenlinie
In den Folgejahren fanden zunehmend Kassetten-Nabensysteme mit integriertem Freilauf und Rennrahmen mit ultrakurzen Ausfallenden Verwendung. Dadurch wurden Umbauten deutlich aufwändiger oder unmöglich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass mit Aufleben des Single-Speed-Trends alte Stahlrahmen wieder beliebt wurden oder man griff gleich zum Bahnrad mit 1/8“ Kettenmaß, was einfach ruhiger und satter läuft.

Bahnrad 1/8" Kette
mit42 mm Kettenlinie
Neben den rein trainingsmethodischen Aspekten hat mir das Fahren mit starrer Nabe, unabhängig von irgendwelchen Trends, einfach Spaß gemacht und gut getan. Auch Jahre nach der eigentlichen Radsportzeit habe ich immer diesen radikalen Purismus und die absolute Konsequenz des Pedalierens genossen. Sich einzulassen auf diese ursprüngliche Form des Radfahrens (ohne Schaltung), bedeutet sich dem Bewegungsablauf hinzugeben und mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers das Rad optimal voranzutreiben. Irgendwann habe ich mich dann dabei erwischt, dass ich auch im Sommer mehr auf dem Starrgang-Renner gesessen habe, als auf der konventionellen Rennmaschine.
Das mentale Empfinden reicht dabei von kontemplativer Entspannung bis zum wirklichen Wirken des eisernen Willens bei übermächtigem Gegenwind.
So bin ich also quasi vom Dreifach-Kettenblatt zum starren Gang gekommen.
Sport mit starrem Gang
Während im Straßenradsport der starre Gang in allen (?) radfahrenden Nationen eine technisch bedingte, vorrübergehende Erscheinung war, ist er im Bahnradsport quasi die prägende systemische Komponente.
Das hat sich seit den Anfängen der Sechstagerennen bis heute nicht geändert. Die ersten Sixdays fanden 1878 in London statt. Damals fuhren die Teilnehmer praktisch sechs Tage am Stück. In der Nacht von Samstag auf Sonntag legte der Rennbetrieb eine Pause ein, um nicht gegen das Sabbatgebot zu verstoßen. Ansonsten gab es nur Verpflegungsstopps und mal ein Nickerchen. Der Sieger legte in 144 Stunden rund 1.700 km zurück.
Eine etwas moderne Variante des Bahnradsports ist die aus Japan stammende Keirin Disziplin. Seit 1980 wird Keirin als offiziellen Disziplin bei der Bahn WM ausgefahren und seit dem Jahr 2000 ist die japanische Sprintersportart olympisch ist. Keirin bedeutet soviel wie „rennende Räder“ und ist nichts für schwache Nerven. Hochdramatisch werden fulminate Sprinteraktionen mit bis zu 70 km/h geliefert.
Die Ursprünge dieser Sprinter-Spektakel liegen in der japanischen Nachkriegszeit. Viele Japaner hatten ein Faible für Glücksspiele. Strenge Gesetze verboten Wetten für die meisten Sportarten. Eine beliebte Ausnahme waren Pferderennen. Da sich aber immer weniger Leute leisten konnten, überhaupt noch Pferde zu halten, flossen immer weniger Wetteinahmen in den Steuersäckel. 1948 setzte die japanische Regierung im Rahmen des nationalen Wiederaufbauprogramms den Keirinsport auf die Liste der „Rennen unter offizieller Verwaltung“. Die rennenden Pferde wurden durch rennende Räder ersetzt. In Japan gibt es aktuell etwa 3.900 Keirin-Profis und die Stars streichen Millionenbeträge ein. Wer Profi werden möchte, muss die Keirinschule erfolgreich absolvieren. Es herrscht eine strenge Selektion. Gefürchtet ist die Prüfung, bei der 15 Sprintwiederholungen an einer 14% steilen Rampe absolviert werden müssen. Für den Abschluss muss ein Schüler den Kilometer mit einer Übersetzung von maximal 49x15 in 1:15 schaffen.
Eine vollkommen anders gelagerte aber nicht weniger faszinierende Disziplin ist der Stundenweltrekord, von dem Graeme Obree sagt :
„Das Geheimnis des Stundenweltrekords liegt in der Schönheit. Es geht um Kontrolle und Rhythmus, um den richtigen Tritt. Präzision, Grazie, Schönheit und Grausamkeit – all das vereint dieser Wettbewerb.“
Vollkommener und treffender lässt sich das wohl nicht beschreiben.
In allen radfahrenden Nationen ?
Starrgang-Räder in Großbritannien
Obwohl Großbritannien in früherer Zeit durchaus als Radsportnation eine Größe war, können Etappenrennen auf der Insel keine ruhmreiche Geschichte aufweisen. Faktisch verbot die National Cycling Union sogar lange Zeit alle Straßenrennen. Wie berichtet wird war der Auslöser ein Ereignis, bei einem 80 km Rennen 1894, bei dem eine vornehme Dame, ein Pferd und ein Straßengraben eine tragende Rolle spielten.
Die britische Radszene ließ sich jedoch nicht von ihrer Leidenschaft abbringen und es entwickelte sich eine Untergrund-Rennszene. Die Fahrer trugen schwarz, starteten im Ein-Minuten-Abstand und hatten keine Startnummern. Somit versuchte man der Aufmerksamkeit der örtlichen Wachtmeister zu entkommen. Gefahren wurde auf Strecken mit Codenamen wie z.B. „G10/97“, die zum Teil noch heute gebräuchlich sind.
Unter den britischen Vereinsfahrern war das Wintertraining mit starrem Gang stark verbreitet. Auch Zeitfahren wurden meist auf Starrgang-Rädern bestritten. Bis heute existiert die Medium Gear League, in der ein Übersetzungslimit herrscht. Die Ablauflänge darf maximal 5,75 Meter betragen. Das entspricht immerhin einer Übersetzung von 52/19. Bemerkenswerter Weise wurde die britische Meisterschaft über 25 Meilen bis 1961 nie auf einem Rad mit Schaltung gewonnen.
Somit ist Großbritannien das einzige Land, in dem Starrgang-Räder außerhalb der Bahn-Ovale eine sportliche Rolle mit eigenen Wettkämpfen spielte. Neben dem normalen Zeitfahren wurden die Räder im Querfeldeinsport ebenso eingesetzt wie beim Bergzeitfahre, einer echten britischen Spezialität. Die legendäre Veranstaltung des Catford Cycling Club gilt als ältestes Radrennen der Welt. Chris Boardman wurde in dieser Disziplin vier Mal Landesmeister.
Zeitfahren war ein fester Bestandteil im Milieu der Arbeiterklasse. Früher besaßen die meisten Teilnehmer kein Auto und waren die ganze Woche über auf demselben Rad unterwegs. Daher weisen viele klassische britische Rennrahmen Lötösen und Anbauteile für Schutzbleche auf. Wer es sich leisten konnte, besaß immerhin auf einen Satz Wettkampf-Laufräder. Diese wurden auf kleinen Anhängern zum Start gezogen. Nach der Demontage der Schutzbleche und dem Austausch der Alltagslaufräder ging es dann ins Rennen.
Bis heute sind offene Zeitfahren für viele britische Fahrer Erstkontakt mit dem Radsport. Chris Boardman, Graeme Obree und auch Bradley Wiggings kommen vom Zeitfahren. Der junge Graeme Obree nutzte sogar ein und dasselbe Rad auf der Bahn, bei Zeitfahren und bei Querfeldeinrennen.
Dass die Briten auch heute noch wissen wie man Starrgang-Räder effizient bewegt, haben sie 2012 bei der Olympiade in London eindrucksvoll demonstriert.
Chris Boardman :
„Ob 25 Meilen , 10 Meilen auf der Bahn – ich habe eigentlich all meine Rekorde mit starrer Nabe erzielt.“ Offenbar war dies kein Nachteil für ihn. „Ich glaube nicht, dass mich das in irgendeiner Weise begrenzt hätte. So lange du ein angemessenes Trittfrequenzspektrum von 90 bis 130 U/min hast, bietet ein Fixie weit mehr Vor- als Nachteile.“
Graeme Obree bringt es treffend auf den Punkt:
„Die meisten Zeitfahrer konzentrieren sich darauf wie schnell sie fahren können. Auf einem Fixie aber achtest du darauf, an keinem Punkt der Strecke zu langsam zu werden, und das ist aus mathematischer Perspektive erfolgsversprechender. Meist waren andere am schnellsten Punkt ihres Rennens schneller als ich, aber letztendlich doch langsamer. Ich konzentriere mich immer darauf, die schwierigsten Abschnitte gut zu fahren, weil ich gar nicht die Option habe, mich dort zu schonen und herunterzuschalten. “
Diese Zitate bringen vielleicht die wichtigsten Aspekte des sportlichen Starrgang-Fahrens auf den Punkt.
Gegenwartkultur
Seit den 1980er Jahren bin ich irgendwie immer Starrgang-Rad gefahren. Den großen Trend habe ich eher beiläufig wahrgenommen. Zunächst fand ich es albern und erschreckend, dass so eine simple Sache zum Hype zwischen San Francisco, Berlin und Tokio wird.
Aber eines Tages in einem Straßen Cafe konnte ich die Augen nicht von einem Starrgang-Rad lassen, dass sich ein junger Bursche auf der Basis eines klassischen, gemufften Stahlrahmens aufgebaut hatte. Wir kamen ins Schnacken und ich sprach ihm mein Kompliment für die gelungene Arbeit aus. Er war ebenso überrascht wie ich, dass zwei Typen deren Alter sich gut um den Faktor zwei unterscheidet, die gleichen Empfindungen für ein puristisch, elegantes Fahrrad spüren können. Das verbindende Element der Faszination ist offensichtlich doch deutlich größer als das trennende der Generationen. Und die Genialität steckt oft in der Einfachheit. Fortan habe ich mich etwas intensiver mit dem Thema beschäftigt.
Andrew Edwards und Max Leonard schreiben in dem Vorwort zu ihrem empfehlenswerten Buch „Fixies - Die aufregende Welt der Fixed-Gear-Bikes“ : „Weltweit grassiert das Fixie-Fieber. Immer mehr Menschen steigen aufs Fahrrad in seiner puristischen Urform – ohne freilauf, Schaltung und Bremse. Das Fixed-Gear-Bike fasziniert als reinrassige Rennmaschine von klassischer Eleganz. Als täglich strapaziertes Arbeitspferd zahlloser Radkuriere und Alltagsradler. Als Meisterwerk von Designern und Ingenieuren. Das Fixie gibt uns die Freiheit, auf einem störrischen Mustang durch den dichten Stadtverkehr zu reiten. Es ist Ausdruck von Ästhetik, Rebellion und ungebremsten Glück.“

Wilier Pista
Das ist eine schöne Homage. Persönlich bin ich lieber nicht in dichtem Stadtverkehr unterwegs und ich bevorzuge auch ausdrücklich mindestens eine Felgenbremse zur Verfügung zu haben. Aber das ist an dieser Stelle nicht relevant. Was letztendlich zählt ist die kulturelle Vielfalt. Und in einem sind sich die Kulturschaffenden einig,
Radfahren ist eine Sache des Stils.
"La mode change, mais le style jamais." Coco Chanel
(Die Mode ändert sich, aber der Stil niemals.)