
Städtetour 2016
Schleihausen - London - Paris

Die Route - rund 2.200 Kilometer auf dem Kontinent und der britischen Insel
Bordeaux - Paris ist ein legenäres Langestreckenrennen über 600 Kilometer. 1891 erstmal ausgetragen, war es lange Zeit das längste Eintagesrennen im Profiradsport. 1988 wurde es zum letzten Mal ausgetragen. Seitdem wird es mit mehr oder weniger Regelmäßigkeit als Veranstaltung für Hobby-Radsportler organisiert. - Dieser Klassiker reizte mich natürlich!
Bereits im Winter 2015/16 hatte ich mich angemeldet. Mein Plan - auf eigener Achse von zu Hause nach Bordeaux, drei Tage ausruhen und dann mit dem Feld nach Paris. Von per Flieger wieder in den Norden. Nachdem im Frühjahr ein Platz im Flieger und in einem Hotel gebucht war, kam die Absage des Veranstalters. - Na toll!
Da ich weder Hotel noch Flug ohne Verlust der vollen Kosten stornieren konnte, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht. Die Lösung war eine Route, die mich von zu Hause zum Abflugdatum nach Paris führen sollte. Dabei griff ich eine Idee auf, die mir seit längerem lose im Kopf herumschwirrte - während einer Tour beide Seiten des Englischen Kanals zu bereisen.
Etwas Kartenarbeit und Etappenlängen mal Reisetage - und fertig war die Route. Dabei ist mir dummerweise der Fauxpas unterlaufen, dass ich in der Bretagne nur überschlagmäßig dierekte Entfernungen kalkuliert habe. Aber natürlich wollte ich ja die Küstenlinie ausfahren, was ich dann auch getan habe. Dafür musste ich mich dann ganz schön strecken und ordentlich pedalieren, um in Paris den Flieger nicht zu verpassen und natürlich dort auch noch einen Tag verbringen zu können.
Aus Zeitmangel gibt es hier leider mehr Bilder und weniger Worte als üblich. Dennoch viel Vergnügen mit ein paar Impressionen.

Rad 10,5 kg - Gepäck 5,5 kg - alles dabei, für drei Wochen
inklusive einer zivilen Garnitur (Hemd, Hose, Schuhe)

Sonnenbank in Norddeutschland

Und schon in den Niederlanden

Diese Stadt kennt wohl jeder Radler *smile*

Unerschrockene britische Matchless Piloten, auf dem Weg nach Hause, nach einem Treffen auf dem Kontinent. Alles auf eigener Achse gefahren.

Welcome in United Kingdom!

Welch wunderbare Wege über Land



Fahrradstadt London! - Wer hätte das gedacht?

Schlumpf am ersten Zwischenziel der Tour


Stylischer Rapha Shop in London

Die Kaffee Kultur hat die britsche Insel erreicht, was echt kein Nachteil ist.

Fernab des Verkehrs über die britische Insel

Wieder an der Küste. Brighton Pier

An der Küste entlang

Über wunderbare Wege. Und zwar ganz ohne navigatorischen Wuling. - Dank Garmin!

Cowes, Isle of Wight - legendär in Seglerkreisen


For sale - zum Schnapperpreis. Um ehrlich zu sein, ich habe mich dabei erwischt, auf der Wiese um den Drachen zu schleichen und den Rumpf zu inspizieren...

Sailing

Es ist unglaublich schön, mit dem Rad durch Großbritannien zu reisen.








Pub mit Bed & Breakfast

Das Frühstück sättigt bis zum frühen Nachmittag.




Noch Fragen, warum es so cool ist, mit nur 5,5 kg Gepäck zu reisen?

Countryside pur




Segeln wird in Großbritannien großgeschrieben - auch mit kleinen Booten.
Die Briten haben es eben drauf.


Von Plymouth geht es mit der Fähre nach Roscoff, Frankreich


Ambulanz Rad in Plymouth. Kein Scherz! - Wenn die schmalen Straßen der Stadt dicht sind, ist das Rad die erste Wahl.

Festgefahren in einem französichen Tide Fluß. Vielleicht zu weit links gehalten...

Beiderseits des englischen Kanals bezaubert mich die Küstenlandschaft.

Die französiche Radsportgruppe lässt mich an ihrem Verpflegungsdepot teilhaben.

Mich fasziniert die Küste mit den kleinen Häfen...

...und Buchten.


St. Malo

...und noch mehr Buchten...

Fischereifahrzeug

Zwischendurch erwische ich auch mal Schotterwege.

Das Örtchen am St. Mont Michel bereitet sich für den Start der Tour de France vor. Alles ist bereits dekoriert für den Grand Depart in weniger als zwei Wochen.

Nach den aufregenden Küstenlandschaften folgen noch etlichen, eher trostlose Kilometer durch das Landesinnere...


Schlumpf am Ziel der Reise

Die Idee mal beiderseits des englischen Kanals zu radeln hat getragen.
An beiden Küstenabschnitten würde ich jeder Zeit wieder radeln.